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» Güzelyurt/Gelveri (Aksaray), Kızıl Kilise und der Acıgöl (Niğde) «

Der Ort Güzelyurt, das bedeutet "schöne Heimat", ist das alte griechische Gelveri (bzw. Karvali) und liegt in der Provinz Aksaray. Im Ort findet man noch eine ganze Reihe griechische Steinhäuser, zwei unterirdische Städte und diverse in den Tuffstein gehauene Höhlenkirchen. Auch die grosse Moschee im Tal ist eine griechische Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Obwohl 1924 alle Griechen den Ort verlassen mussten, pflegt man heute einen freundschaftlichen Kontakt zu deren Nachfahren.

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Ausserhalb von Güzelyurt liegt die sog. Yüksek Kilise (Analipheos) auf einem Felsrücken oberhalb des kleinen Stausees. Von hier aus überblickt man das Land zum Ort und auch zum erloschenen Vulkan Hasan Dag, der für die Entstehung Kappadokiens mitverantwortlich ist.

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Ein wesentlicher Teil des historischen Ortes liegt in einem Tal. Folgt man einem der alten gepflasterten Wege hinunter, könnte man sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlen - wären da nicht die Leitungen für Stom und Telefon.

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Am Hang der südlichen Talseite liegt die erst 1887 in den Tuffstein hineingehauene Sivisli Kilise (Hagios Anargyros). Besonders die Fresken in der Kuppel haben noch ihre ursprüngliche Leuchtkraft erhalten.

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Von der Sivisli Kilise aus gelangt man über eine in der Fels gehauene Treppe weiter nach oben. Hier blickt man nicht nur auf die Höhlenkirche mit dem benachbarten Komplex eines Höhlenklosters, sondern auch auf die Nordseite des Tales. Im Hintergrund erkennt man die beiden Vulkane Melendiz Dağ (2898m, links) und Hasan Dağ (3268m, rechts). Am Talende sieht man einen Stausee sowie rechts davon, auf einem Felsrücken, die Yüksek Kilise.

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Die große Moschee im Tal ist die 1886 erbaute, dem heiligen Gregorios geweihte griechische Kirche. Nachdem 1924 die Christen das Land verlassen mussten, wurde sie in eine Moschee umgewandelt.
Ein Trampelpfad führt einen wieder hinunter ins Tal.

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Zu Fladen geformter Kuhdung wird in der Sonne getrocknet, um ihn im Winter zu verheizen.

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Am Ortsrand gelangt man ins Manastır Vadisis (=Klostertal) mit einigen Höhlenkirchen.

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Abendlicher Blick auf das westlich Talende und den neuen Ortsteil.

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In der Nähe von Güzelyurt:

Die Kızıl Kilise (=rote Kirche) wurde im 6.Jahrhundert erbaut. Sie ist die am besten erhaltene freistehende frühbyzantinische Kirche Kappadokiens. Ihren heutigen Namen verdankt sie dem roten Stein aus dem sie erbaut worden ist. Besonders im Licht der späten Nachmittagssonne kommt die rote Farbe zur Geltung. In der Nähe liegt das Dorf Sivrihisar, das vermutlich mit dem byzantinischen Arianzos gleichzusetzen ist. Aus Arianzos stammt Gregor von Nazianz, einer der bedeutendsten Theologen des 4.Jahrhunderts. Möglicherweise wurde Gregor in der Umgebung der Kızıl Kilise bestattet. Später kamen seine Gebeine nach Konstantinopel, wo sie 1204 von den Kreuzfahrern gestohlen und erst 2004 zurückgegeben wurden.

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Zwar nicht weit von Güzelyurt entfernt, aber schon in der Provinz Niğde, liegt der Acıgöl. Dies ist der Kratersee eines erloschenen Vulkans, der auch unter dem Namen Nar Gölü (=Granatapfelsee) bekannt ist. Im Tuffstein des Kraterrandes findet man eine alte Höhlensiedlung mit Höhlenkirchen.

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